Vorsorge Grüner Star

Warum Vorsorge Grüner Star?

Sie sind über 40 Jahre alt?

Dann schützen Sie Ihre Sehkraft. Weltweit zählt der grüne Star, medizinisch Glaukom, zur zweit-häufigsten Ursache für Erblindung. Das Glaukom bezeichnet eine Gruppe von Augenerkrankungen, die eines gemeinsam haben: Die Fasern des Sehnervs und der Netzhaut sterben langsam und unmerklich ab.

Nutzen Sie die vom Berufsverband Deutscher Augenärzte (BVA) empfohlene Glaukom-Vorsorge ab 40 Jahren.

Wenn Betroffene etwas wahrnehmen, sind oft schon 90(!) Prozent der Nervenfasern untergegangen.


Untersuchungen

Glaukom-Vorsorge: Investition in den Erhalt der Sehkraft

Eine solche Untersuchung ist einfach, schnell und vollkommen schmerzlos: Dabei wird Ihr Augendruck gemessen und ich schaue mir mit Lupe und Mikroskop den Sehnerv an.

Optimal ist eine ergänzende Beurteilung mit dem lasergestützten Sehnerv-Scanner.

Sollte ein Verdacht erkennbar werden, rate ich zu ergänzenden Messungen wie der Untersuchung des Gesichtsfeldes, der Messung der Nervenfaserschicht des Sehnerven mit der OCT (Optische Kohärenz-Tomografie) und der Hornhaut-Dicke.

Diese Diagnostik ist hochsensibel und heute State of the art. Denn bis zu sechs Jahre bevor eine erste Sehverschlechterung eintritt, sind bereits Früh-Schäden am Sehnerv mit der hochsensiblen OCT feststellbar.

Wie laufen die Messungen ab?

Alles erfolgt einfach, schnell und ohne Berührung. Auch Autofahren ist anschließend direkt möglich.

Wer trägt die Kosten für meine Glaukom-Vorsorge?

Die Kosten der Vorsorge-Untersuchung werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ich biete Sie Ihnen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für 25 Euro an.

Kommen Sie ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zur Glaukom-Vorsorge, um irreparable Schäden Ihres Sehnervs rechtzeitig zu verhindern.


Früherkennung heute

Glaukomvorsorge ist nicht gleich Glaukomvorsorge

Anlässlich der immer wieder medienwirksam aufbereiteten Headlines zum Thema IGeL möchten ich Ihnen als Fachärztin für Augenheilkunde erläutern, was unter Glaukom-Früherkennung heute zu verstehen ist.

Nachdem seit einiger Zeit bekannt ist, dass die alleinige Augeninnendruck-Messung nicht ausreicht, um ein Glaukom sicher zu diagnostizieren, wurde diese aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seitdem die Kosten nur, nachdem ein Glaukom bereits diagnostiziert wurde bzw. wenn ein begründeter Verdacht darauf besteht.

Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss nicht, dass es keine sinnvolle Glaukom-Früherkennung gäbe.

Die Augendruck-Messung ist nach wie vor für viele Glaukom-Formen aussagekräftig, sie sollte jedoch idealerweise in Verbindung mit einer Hornhautdicken-Messung (Pachymetrie) erfolgen, weil die Dicke der Hornhaut sich auf die Druckmessung auswirkt.

Da sich bei allen Glaukom-Formen im Frühstadium auch eine abnehmende Dicke der Nervenfaserschicht der Netzhaut (Retina) feststellen lässt, empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte (BVA) die Untersuchung der retinalen Nervenfaserschicht mit Hilfe der optischen Kohärenztomografie OCT.

Dabei ist die Optische Kohärenztomografie bereits zum internationalen Standard geworden. Dieses Verfahren arbeitet mit einem schwachen, neutralen Laserstrahl und ist berührungs- und schmerzfrei. Bei mir im Alltag Routine.

Auch der lasergestützte Sehnerv-Scanner bildet ein wichtiges Standbein in der Diagnostik der Glaukom-Erkennung.

Last, but not least gibt die Gesichtsfeld-Messung (Perimetrie) einen wichtigen Hinweis auf ein Glaukom, weil damit erste Gesichtsfeld-Ausfälle festgestellt werden können.

Ohne diese wichtigen Zusatzleistungen ist State-of-the-Art-Medizin heute kaum noch denkbar.

Da ich mich jedoch als Ärztin und in keiner Weise als Verkäuferin verstehe, informiere ich Sie stets objektiv über Ihre Möglichkeiten. Denn dazu bin ich verpflichtet. Das fängt hier auf meiner Website an, geht über Folder und weitere Informationen, die Sie in meiner Praxis zur Vorbereitung auf das Arztgespräch erhalten. Auf diese Weise können meine Assistentinnen und ich dort Ihre Fragen persönlich beantworten.

Mein Ziel ist es, mit Ihnen auf Augenhöhe über Ihre Gesundheit sprechen zu können. Sie allein entscheiden, welche Leistungen Ihnen wichtig sind.


Messungen bei Grünem Star

Augendruck

Die meisten Glaukom-Formen gehen mit einem erhöhten Augendruck einher. Deshalb ist die Kontrolle des Augendruckes, auch Intraokulare Druckmessung (IOD) genannt, nur eines von mehreren Elementen der Vorsorge. Sie erfolgt schnell und vollkommen schmerzfrei mit einem Applanations-Tonometer. Autofahren können Sie auch. Traditionell wird die Grenze zwischen normalem und erhöhtem Augendruck bei etwa 21 mmHg gezogen.

Hornhaut-Dicke (Pachymetrie)

Die Druckmessung allein ist weder für die sichere Diagnose des Grünen Stars noch für den Verlauf bei Betroffenen ausreichend. Sie sollte immer in Verbindung mit der Hornhaut-Dicke beurteilt werden.

Man kann das gut so erklären: Sie wollten erst einen Fußball und dann einen Luftballon eindrücken. Ohne es auszuprobieren wissen Sie, dass Sie beim Luftballon viel weniger Kraft aufbringen müssten, weil seine Wand viel dünner als die des Fußballs ist. Der Fußball hingegen hält sogar das Gewicht eines Jungen aus, ohne dass er sich verformt. Genau so wirkt sich die Dicke unserer Hornhaut bei der Druck-Messung aus und führt zu falschen Ergebnissen solange wir die tatsächliche Dicke nicht kennen.

Daher gilt die berührungsfreie Messung der Hornhautdicke (optische Pachymetrie) als internationaler wissenschaftlicher Standard und ist extrem wichtig: schnell, einfach, schmerzlos.

Lasergestützter Sehnerv-Scanner

Ergänzend führen wir die Untersuchung mit dem lasergestützten Sehnerv-Scanner durch. Er fertigt hochauflösende Bilder von der Oberfläche der Sehnerven an.

Die Erkennbarkeit ist von unübertroffener Genauigkeit: Insbesondere Glaukom-typische Rand-Blutungen fallen hier besonders frühzeitig auf.

Vorteile: Der Untersuchte muss nicht lange „stillhalten“, der Scan dauert nur wenige Sekunden. Die Untersuchung ist für Autofahrer geeignet.

  • lasergestützter Sehnerv-Scanner
    • berührungslos
    • schnell
    • für Autofahrer

Gerade bei herausfordernden Grenzfällen in der Glaukom-Diagnostik sind sogenannte radiäre Randblutungen pathognomonisch (=beweisend) für ein Fortschreiten der Erkrankung. Mit herkömmlichen Techniken bliebe dieses wichtige Kriterium unentdeckt und eine dann dringend erforderliche Therapie bliebe aus. Ich bin froh, mein Spektrum der Glaukom-Diagnostik mit diesem hochwertigen Scanner erweitert zu haben.

Dr. Müller-Groh, Spezialistin für Glaukom

OCT-Sehnerv:
Messung der retinalen Nervenfaser-Schicht

Ein hoher Augendruck muss nicht unmittelbar zu Schäden am Sehnerv und der Netzhaut führen, und auch nicht jedes Glaukom geht mit einem erhöhten Augendruck einher.

Doch auch beim selteneren sogenannten Normaldruck-Glaukom lässt sich wie bei anderen Formen des grünen Stars im Frühstadium eine abnehmende Dicke der Nervenfaserschicht der Netzhaut (Retina) feststellen.

Um einen grünen Star sicher auszuschließen, ist daher neben der Augendruck- und Hornhaut-Dicken-Messung (Pachymetrie) die Untersuchung der retinalen Nervenfaserschicht mit Hilfe computergestützter Messmethoden sehr wichtig. Internationaler Standard ist die Optische Kohärenztomografie (OCT), mit der Schäden ca. fünf Jahre früher entdeckt werden können. Sie arbeitet mit einem neutralen, schwachen Laserstrahl und ist ebenfalls berührungs- und schmerzfrei sowie für Autofahrer geeignet.

Die OCT erstellt hochauflösende Schichtaufnahmen des Gewebes ähnlich wie ein Mikroskop und führt Dicken- und Volumenmessungen durch. Für die Diagnostik eines Glaukoms werden die Nervenfaserschicht, die Ganglienzellschicht und die von kleinsten Gefäßen durchzogene Schicht der Aderhaut untersucht.

Bereits sechs Jahre bevor ein Patient erste Gesichtsfeldausfälle bemerken könnte und lange bevor Schäden am Sehnerv mit den herkömmlichen Methoden sichtbar sind, können mit der OCT bereits Früh-Schäden an der retinalen Nervenfaserschicht diagnostiziert werden. Auch kleinere, individuelle Veränderungen des Sehnervs sind damit über einen längeren Zeitraum nachweisbar.

Vorteil: Früherkennung bedeutet für Betroffene frühestmöglicher Beginn einer schützenden Behandlung.

Die OCT nimmt innerhalb weniger Sekunden hochauflösende Bilder von den tieferliegenden Schichten der Netzhaut auf. Selbst durch getrübte Schichten hindurch wie z.B. die durch einen grauen Star milchig wirkende Augenlinse funktioniert diese Technologie. So gelingt mittels moderner OCT-Geräte die präzise Darstellung des vorderen Augenabschnittes, des Kammerwinkels (OCT anteriorer Kammerwinkel) und die Messung der zentralen Hornhautdicke (optische Pachymetrie).

Je nach Bedarf beraten wir Sie und wählen mit Ihnen die richtige Messung aus.

Mittels OCT können Schäden sechs Jahre früher diagnostiziert werden.

Dr. Fabia Müller-Groh, Augenchirurgin und Spezialistin für Glaukom

Gesichtsfeld (Perimetrie)

Unter Gesichtsfeld versteht man alle Punkte vom Zentrum bis hin zur Peripherie, die in Geradeaus-Haltung des Kopfes und mit geradeaus gerichtetem Blick wahrgenommen werden. Die Untersuchung unseres Gesichtsfeldes nennt man Perimetrie.

Man unterscheidet das monokulare – also das Gesichtsfeld eines Auges – und das binokulare, das sich auf beide Augen bezieht.

Da ein Glaukom mit einer über viele Jahre schleichenden und daher in den Frühstadien nie wahrnehmbaren Einschränkung des Gesichtsfeldes verbunden ist, kann die Gesichtsfeld-Prüfung einen weiteren Hinweis auf einen Grünen Star geben.

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Fakten Check

Glaukom („Grüner Star“) und Augendruck:

Was ist ein Glaukom („Grüner Star“)?
Beim Glaukom spielt sich Folgendes ab: Die recht sensiblen Sinneszellen in Netzhaut und Sehnerv werden geschädigt und sterben ab. Der hauptsächliche Krankheitsfaktor, den man gezielt behandeln kann, ist ein erhöhter Augendruck.

Als chronische Erkrankung bedarf das Glaukom dauerhafter augenärztlicher Kontrolle. Mit modernen Verfahren kann man den Verlauf (wenn das Leiden rechtzeitig erkannt wurde) stoppen oder sein Fortschreiten so verzögern, dass ein Verlust der Sehfähigkeit erspart bleibt.

Welches ist die häufigste Glaukom-Form in Europa?
Das primäre Offenwinkel-Glaukom ist die in Europa bei weitem häufigste Glaukom–Form. Es zeichnet sich normalerweise durch weitgehende Symptom-Freiheit aus – es tut nicht weh, verursacht gewöhnlich wenig oder gar keine Beschwerden und führt in der Regel zunächst auch zu keinem Nachlassen der Sehfähigkeit – deshalb spürt man es ja auch nicht rechtzeitig.

Wie entsteht ein erhöhter Augendruck?
Der erhöhte Druck kommt vor allem dadurch zustande, dass das im Auge befindliche Kammerwasser nicht in gleichem Maße aus dem Auge abfließt, wie es natürlicherweise gebildet wird.

Welcher Augendruck-Wert ist normal?
Traditionell wir die Grenze zwischen normalem und erhöhtem Augendruck bei etwa 21 mmHg gesehen.

Ab welchem Alter ist eine regelmäßige Glaukom-Vorsorge sinnvoll?
Ab dem 40. Lebensjahr sollten Sie sich alle 2-3 Jahre augenärztlich untersuchen lassen.

Wir bieten die Glaukom-Vorsorge für 25 Euro als Selbstzahler-Leistung an.

Besonders bei Patienten mit erhöhtem Risiko – also zum Beispiel bei all jenen, bei denen Glaukom in der Familie häufig auftritt oder eine Kurzsichtigkeit besteht – ist sogar eine jährliche Untersuchung anzuraten.

Warum ist eine Früherkennung so wichtig?
Je früher ein Glaukom erkannt und behandelt wird, desto erfolgreicher kann das Sehvermögen erhalten werden.