Dauerhafte Tropftherapie

Dauerhafte Tropftherapie – zum Schutz Ihres Sehnerven

Die Therapie mit Augentropfen hat zum Ziel, den Augendruck zu senken und damit den Sehnerv zu entlasten. Der Grüne Star ist eine chronische und nicht heilbare Erkrankung. Daher ist die Tropfengabe ein sehr wichtige Dauertherapie – wie beim Diabetes das Insulin oder die Tabletten. Für die Tropftherapie stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Es gibt Augentopfen mit und ohne Konservierungsmittel, in Fläschchen oder Pipetten.

Augentropfen können den gesamten Organismus beeinflussen, da die Wirkstoffe – wenn auch in geringer Dosis – auch über das Auge in den Blutkreislauf gelangen. Viele Patienten kommen jahrelang gut mit ihren Augentropfen zurecht. Treten aber Veränderungen oder Probleme auf, ist es wichtig, dass Sie das Gespräch suchen. Auch eine Zusammenarbeit zwischen Augenarzt und Hausarzt oder Internist ist wichtig, um Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen sowie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

Nur auf diese Weise ist sicher, dass der Augendruck auch langfristig tagsüber und nachts in eine gute Lage gebracht wird. Reicht eine Tropftherapie nicht mehr aus oder stellt sich eine absolute Unverträglichkeit ein, so wird eine alternative Therapie wie der Laser, MIGS oder eine andere Operation sehr wichtig, um den Sehnerven zu schützen.

Die Kosten für die Augentopfen werden von allen Krankenkassen getragen.

Augentropfen – eine bewährte und gute Basistherapie beim Grünen Star. Besonders wichtig ist, dass die Augentopfen ganz regelmäßig und in der angegebenen Häufigkeit angewendet werden.

Neue Methoden

Augentropfen und kein Ende in Sicht?

Belastet Sie die häufige Anwendung Ihrer Augentropfen?
Möchten Sie weniger oder möglichst gar keine Tropfen mehr nehmen?
Machen Ihnen die Nebenwirkungen Ihrer Tropfen zu schaffen?

Wir informieren Sie über neue Methoden bei Grünem Star (Glaukom) und die Vorteile des sanften Lasers SLT und der mikro-invasiven Möglichkeiten wie dem iStent inject.


Behandlung

Wie wird das Glaukom behandelt?

Leider ist ein Glaukom nicht heilbar. Jedoch kann durch frühzeitiges Eingreifen ein Fortschreiten der Erkrankung verzögert oder aufgehalten werden.

Ziel einer Glaukom-Behandlung ist oft die Senkung des Augendrucks. Typischerweise beginnt die Behandlung mit Augentropfen. Zu Beginn ist da oft eine Tropfen-Sorte, häufig müssen im Verlauf mehrere unterschiedliche Augentropfen nacheinander oder zeitgleich angewendet werden.

Welche Tropfen für welchen Patienten geeignet sind, hängt von mehreren Faktoren wie zum Beispiel der Wirksamkeit und Verträglichkeit ab.

Das regelmäßige und korrekte Tropfen ist besonders wichtig für den Erfolg. Eine Anwendung mit optimalem zeitlichen Abstand ist besonders wichtig für die ideale Wirkung der Medikamente.


Nebenwirkungen

Was erwartet mich bei der Dauer-Therapie mit Augentropfen?

Vor allem die in zahlreichen Tropfen enthaltenen Konservierungsmittel können an der Augenoberfläche Schäden verursachen und den Tränenfilm nachhaltig schädigen.

Das führt oft zu Rötung, Juckreiz, Fremdkörpergefühl und störendem Tränen.

Das kann zu einem ernsthaften Problem werden – denn Betroffene wenden ihre Augentropfen dann nicht wie augenärztlich verordnet an: Wegen der störenden Rötung, Reizung und dem Gefühl einer Entzündung tropfen sie – verständlicherweise (!) – entweder unregelmäßig oder sogar überhaupt nicht.

Hierfür gibt es noch weitere Gründe: einfach mal Vergesslichkeit aber auch Schwierigkeiten, die kleinen Fläschchen oder Pipetten zu handhaben, gehören genauso dazu.

Sehr häufig sind es auch Komplikationen aus der jahrelangen Tropftherapie, die demotivieren können, die Tropfen richtig anzuwenden.

augenpraxis-weyhe-gruener-star-augentropfen

Trockene Augen

Trockene Augen – sehr häufig bei Grünem Star

Unter einem trockenen Auge versteht man eine Störung der Benetzung der Augenoberfläche. Diese Oberfläche besteht aus Binde- und Hornhaut.Sie wird kontinuierlich vom Tränenfilm umspült, so dass ein sanfter Lidschlag jederzeit möglich ist. Kommt es zum Beispiel durch eine verringerte Produktion oder durch eine zu starke Verdunstung zu Benetzungsstörungen, bildet der Tränenfilm kleine Lücken und die Oberfläche des Auges trocknet punktuell aus.
Der Betroffene verspürt Missempfindungen und ggf. Schmerzen wie ein Stechen oder phasenweises Fremdkörpergefühl – häufig ein reibendes Sandkorngefühl.

Zahlreiche Patienten leiden unter trockenen Augen – insbesondere die große Gruppe der Glaukom-Patienten. Denn ihre Augen werden zusätzlich belastet durch die drucksenkenden Augentropfen, die mit ihren Inhaltsstoffen die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verändern können. Insbesondere ist dann Vorsicht geboten, wenn die Augentropfen Konservierungsstoffe enthalten. Diese Konservierungsstoffe, hier sei vor allen Dingen das Benzalkoniumchlorid genannt, können die Hornhaut schädigen.
Wird das trockene Auge nicht behandelt, kann es sogar zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens kommen.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass Glaukompatienten mit ihrem Augenarzt gemeinsam überlegen, ob konservierungsmittelfreie und drucksenkende Augen- und Benetzungstropfen verordnet werden können, um so Nebenwirkungen zu verringern.


Alternativen

Welche Alternativen gibt es?

Können oder möchten Sie nicht so häufig Augentropfen nehmen, wie es erforderlich wäre, um eine Verschlechterung der Erkrankung zu verhindern, stehen andere Therapien zur Verfügung. Auch bei unzureichender Wirkung der Augentropfen oder Unverträglichkeiten gegenüber einem der Wirkstoffe sind ergänzende Behandlungen unbedingt notwendig.

Heutzutage kommen schonende Laser-Verfahren wie z. B. die SLT, Mikro-Implantate wie z. B. der iStent inject und herkömmliche Augen-Operationen in Frage. Sie können den Augendruck erfolgreich senken.
Ich berate Sie abhängig vom Schweregrad Ihrer Erkrankung und Ihrer persönlichen Situation und wähle mit Ihnen eine geeignete Methode aus.