Grüner Star

Was ist der Grüne Star?

Diagnose Grüner Star

Der Begriff Grüner Star (Fachbegriff: Glaukom) bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen des Auges, die unbehandelt zu starken Einbußen des Sehvermögens – bis hin zur Erblindung – führen können.

Unser Augenlicht ist ein großes Geschenk. Ohne es würde uns die Vielfalt von Farben und Mustern der Welt verborgen bleiben. Umso mehr ist die Diagnose „Grüner Star“ (Glaukom) für viele Betroffene oft ein Schock und die Angst vor dem Erblinden schlagartig real.

Glücklicherweise geben moderne Technologien Glaukom-Patienten neue Hoffnung. Bei zahlreichen Patienten wird seit langer Zeit bewährt und nach wie vor erfolgreich mit Augentropfen behandelt. Alternativ gibt es seit vielen Jahren schonende Laser-Verfahren und neu hinzugekommen ist eines der derzeit kleinsten Medizinprodukte der Welt: ein winziger Bypass aus Titan kann zu einer effektiven Senkung des Augendrucks und damit zum Erhalt des Sehvermögens beitragen.


Erste Anzeichen

Was bemerke ich?

Schleichend und schmerzlos. Das ist eine typische Glaukom-Erkrankung. Daher bleibt sie – ohne entsprechende Vorsorge-Untersuchungen – oftmals unbemerkt. In Deutschland kommt es jährlich zu über 1000 Neu-Erblindungen durch Glaukom – im Volksmund auch Grüner Star genannt. Mit der Diagnose steigt bei Betroffenen die Angst davor, die Sehkraft zu verlieren und damit ein großes Stück Unabhängigkeit einzubüßen. Die Sorge ist nicht unbegründet:
Der Grüne Star ist weltweit sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern die zweithäufigste Erblindungsursache.

Unter dem Begriff Glaukom verbirgt sich nicht nur eine einzige Augenkrankheit, sondern eine ganze Reihe. Bei allen von ihnen kann es unbehandelt im Krankheitsverlauf zur Schädigung der Netzhaut und des Sehnervs kommen. Grund hierfür ist vor allem ein erhöhter Augendruck, mit teils verheerenden Folgen:
Bei fortschreitender Nerven-Schädigung verengt sich über lange Zeit oft das Gesichtsfeld, bis nur noch ein kleiner zentraler Ausschnitt gesehen wird.

Das menschliche Auge benötigt, um seine Form und Sehfunktion zu wahren, einen bestimmten Augendruck. Das Problem bei vielen Glaukom-Erkrankten: Im Auge wird mehr sogenanntes Kammerwasser gebildet als abfließen kann – mit der Folge, dass der Druck steigt.

Der Grüner Star entwickelt sich schleichend und schmerzlos.

Besonders tückisch: Der Prozess ist schleichend, oft schmerzlos und wird deshalb erst spät erkannt. Die bereits eingetretenen Schäden sind irreparabel. Um da weitere Voranschreiten der Erkrankung zu stoppen, ist die Früherkennung besonders wichtig.


Risiken

Ein Haupt-Risiko-Faktor ist ein erhöhter Augeninnendruck, der entsteht, wenn das Kammerwasser nicht richtig abfließen kann. Das Kammerwasser durchströmt unser Auge kontinuierlich und versorgt die Augenlinse und Hornhaut mit Nährstoffen. Ein zu hoher Druck kann das empfindliche Nervengewebe schädigen. Zu den weiteren Risiko-Faktoren gehören:

  • fortgeschrittenes Alter (Vorsorge ab 40+)
  • starke Kurzsichtigkeit
  • Durchblutungsstörungen (kalte Füße und Hände, niedriger Blutdruck, Ohrensausen)
  • häufiges Vorkommen eines Glaukoms in der Familie

Ab 40 sollten Sie sich regelmäßig untersuchen lassen.

Dr. Fabia Müller-Groh

Vorsorge

Investition in den Erhalt der Sehkraft

Eine solche Untersuchung ist einfach, schnell und vollkommen schmerzlos: Dabei wird Ihr Augendruck gemessen und ich schaue mir mit einer Lupe den Sehnerv an. Optimal ist eine zusätzliche Beurteilung mit dem lasergestützten Sehnerv-Scanner. Dabei können Hinweise auf ein Glaukom erkannt werden.

Sollte ein Verdacht erkennbar werden, raten wir Ihnen zu ergänzenden Messungen wie der Untersuchung des Gesichtsfeldes, der Hornhaut-Dicke und der Dicke der Nervenfasern Ihres Sehnervs. Alles erfolgt einfach, schnell und vollkommen schmerzlos. Auch können Sie ungehindert Auto fahren –Augentropfen sind hierfür nicht erforderlich.

Wer trägt die Kosten für meine Vorsorge?

Die Kosten der Vorsorge-Untersuchung werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wir bieten Sie Ihnen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an.

Nähere Informationen zu unseren Behandlungsarten:



Fakten Check

Was ist ein Glaukom („Grüner Star“)?

Beim Glaukom spielt sich Folgendes ab: Die recht sensiblen Sinneszellen in Netzhaut und Sehnerv werden geschädigt und sterben ab. Der hauptsächliche Krankheitsfaktor, den man gezielt behandeln kann, ist ein erhöhter Augendruck. Als chronisches Leiden bedarf das Glaukom dauerhafter augenärztlicher Kontrolle. Mit modernen Verfahren kann man den Verlauf (wenn das Leiden rechtzeitig erkannt wurde) stoppen oder sein Fortschreiten so verzögern, dass ein Verlust der Sehfähigkeit erspart bleibt.

Welcher Augendruck-Wert ist normal?

Traditionell wir die Grenze zwischen normalem und erhöhtem Augendruck bei etwas 21 bis 22 mmHg gesehen.

Wie entsteht ein erhöhter Augendruck?

Der erhöhte Druck kommt vor allem dadurch zustande, dass das im Auge befindliche Kammerwasser nicht in gleichem Maße aus dem Auge abfließt, wie es natürlicherweise gebildet wird.

Welches ist die häufigste Glaukom-Form in Europa?

Das primäre Offenwinkel-Glaukom ist die in Europa bei weitem häufigste Glaukom–Form. Es zeichnet sich normalerweise durch weitgehende Symptom-Freiheit aus – es tut nicht weh, verursacht gewöhnlich wenig oder gar keine Beschwerden und führt möglicherweise zunächst auch zu keinem Nachlassen der Sehfähigkeit.

Ab welchem Alter ist eine regelmäßige Glaukom-Vorsorge sinnvoll?

Ab dem 40. Lebensjahr sollten Sie sich alle 2-3 Jahre augenärztlich untersuchen lassen. Besonders bei Patienten mit erhöhtem Risiko – also zum Beispiel bei all jenen, bei denen Glaukom in der Familie häufig auftritt – ist sogar eine jährliche Untersuchung anzuraten.

Warum ist eine Früherkennung so wichtig?

Je früher ein Glaukom erkannt und behandelt wird, desto erfolgreicher kann das Sehvermögen erhalten werden.