Vorsorge für Diabetiker

Diabetes am Auge

Diabetiker haben ein 25-mal größeres Risiko zu erblinden als andere Menschen. Denn die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus bedroht die Sehfähigkeit, indem sie Schäden an der Netzhaut hervorruft, die über viele Jahre vollkommen unbemerkt bleiben.

Nutzen Sie unsere Vorsorge Diabetes.

Der Berufsverband der Augenärzte, die Initiativgruppe Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) und die Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge (AGDA) raten zu ein- bis zwei-jährlichen Vorsorge-Untersuchungen, um die Krankheit rechtzeitig behandeln zu können.


Vorsorge

Kontrolle ist besser

Es gibt seit einigen Jahren sehr vielversprechende Medikamente für diabetesbedingte Augen-Erkrankungen, die die Sehkraft länger erhalten können. Diese müssen jedoch eingeleitet werden, bevor großer Schaden entstanden ist.

Da Diabetes auch junge Menschen betrifft, machen sich diese Folgen nicht erst im hohen Alter bemerkbar: nahezu 100 % der Betroffenen, die unter Diabetes Typ I leiden, zeigen nach 20 Jahren Blutungen und Störungen der Durchblutung an der Netzhaut. Bei Diabetes Typ II sind es 60 % – und das alles kann man selbst nicht spüren.

Die Vorsorge Diabetes ist zusammen mit einer optimalen Blutzucker- und Blutdruck-Kontrolle die beste Voraussetzung für den Schutz ihrer Augen.

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Frau Dr. Müller-Groh ist spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung diabetes-bedingter Augenerkrankungen – insbesondere die der diabetischen Makulopathie – und wendet erfolgreich innovative Kombinationstherapien an, um die Sehfähigkeit zu schützen und lange erhalten zu können.

Regelmäßige Vorsorge ist mir wichtig, um einen dauerhaften Sehverlust zu verhindern.

Wie wirkt sich Diabetes auf das Auge aus?

Die diabetische Netzhaut-Erkrankung, auch diabetische Retinopathie genannt, ist eine Folge der Gefäßveränderungen an der Netzhaut bei Menschen, die unter Diabetes mellitus leiden.

Sie ist die häufigste Erblindungsursache für Erwachsene zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr. Eine weitere Augenerkrankung, die durch Diabetes hervorgerufen werden kann, ist das diabetische Makulaödem.

Die Untersuchung der Netzhaut und die OCT zeigen erste Anzeichen

Durch regelmäßige Vorsorge können erste Anzeichen einer Erkrankung der Netzhaut (Retinopathie) früh genug erkannt werden.

Die Grundlage des Diabetes-Check bildet die herkömmliche Untersuchung der Netzhaut mit oder ohne Augentropfen. In vielen Fällen ist die Ergänzung des Diabetes-Check durch den lasergestützten Netzhaut-Scanner und die Optische Kohärenztomographie (OCT) ohne Augentropfen ausreichend und sinnvoll.

Der lasergestützte Netzhaut-Scanner ermöglicht hochauflösende Bilder der retinalen Gefäße und Netzhaut-Oberfläche, so dass die Dokumentation und Verlaufskontrolle bei diabetes-bedingten Blutungen und Durchblutungsstörungen optimal erfolgen kann.

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Gesundes Auge

Der lasergestützte Netzhaut-Scanner und die OCT:

  • berührungslos
  • schnell
  • für Autofahrer

Die OCT ist ebenfalls ein berührungs- und schmerzfreies Verfahren. Es erzeugt hochauflösende dreidimensionale Bilder vom Inneren der Netzhaut. Dabei werden Strukturen oder Veränderungen in ihrem Aufbau hochpräzise im Mikrometer-Bereich vermessen.

Sowohl für den Netzhaut-Scanner also auch die OCT sind die herkömmlichen Augentropfen nicht erforderlich, so dass Sie Ihr Fahrzeug unmittelbar nach Ihrem Besuch bei uns wieder selbst nutzen können.

Bestehen keine Auffälligkeiten Ihrer Netzhaut, raten Hausärzte, Diabetologen und wir zu Kontrollen der Augen alle 1- 2 Jahre.

Sind bei Ihnen in der Vergangenheit hingegen bereits diabetes-bedingte Veränderungen an den Augen bekannt geworden, so sollten Sie die Untersuchungen halb- oder sogar vierteljährlich durchführen lassen, um ggf. rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können.


Behandlungsmöglichkeiten

Neueste Therapien zögern den Sehverlust deutlich hinaus

Wird bei der Vorsorge eine beginnende Retinopathie entdeckt, so kann die Veränderung an den Gefäßen im Auge in den meisten Fällen durch eine ambulante Laserbehandlung oder eine Therapie mit der Injektion von Anti-VEGF-Medikamenten wie z. B. Lucentis® oder Eylea® aufgehalten werden, bevor es zu Beeinträchtigungen der Sehkraft kommt.

Die Schädigung kann auch auf die Makula (Netzhautmitte) übergehen und die zentrale Sehschärfe bedrohen (Makulaödem). Hier sind innovative Behandlungsstrategien wichtig, die eine Laserbehandlung mit der Injektion von Anti-VEGF-Medikamenten kombinieren.

Frau Dr. Müller-Groh ist Spezialistin auf dem Gebiet der Injektions-Behandlung bei Diabetes mit Avastin, Lucentis® oder Eylea®.

Es gibt einige Diabetes-Patienten, die über viele Monate eine notwendige Behandlung mit Injektionen (VEGF-Blocker) erhalten, und schließlich nicht mehr darauf ansprechen. Zunächst ist hier in jedem Fall Geduld und unbedingt die monatliche Fortführung der Spritzen-Therapie anzuraten. Falls dennoch auch nach 6-12 Monaten keine Erfolge sichtbar werden, raten wir als Alternative ein langwirksames Implantat an, das ins Auge injiziert wird und dort seine Wirkung über mehrere Jahre entfaltet.

Mehr über die Behandlung von diabetes-bedingten Augenerkrankungen lesen Sie im Kapitel Injektionen – Augenspritzen.


Fakten Check

Vorsorge Diabetes

  • alle 1-2 Jahre: bei guter Netzhaut ohne Auffälligkeiten
  • 1/2- bis 1/4-jährlich: bei sichtbaren diabetes-bedingten Auffälligkeiten
  • lasergestützter Netzhaut-Scanner
    • berührungslos
    • schnell
    • für Autofahrer