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Ihre Augenärzte informieren

Sind Ihre Augen fit fürs Fahren?

Gutes Sehen ist eine wesentliche Voraussetzung, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können .Dabei spielen ganz verschiedene Sehfunktionen eine Rolle. Eine gute Sehschärfe macht es möglich, auch auf größere Entfernungen Hinweisschilder zu erkennen. Ob sich von der Seite her jemand nähert, bemerkt man nur mit einem intakten  Gesichtsfeld. Und Dämmerungssehen sowie Blendempfindlichkeit werden wichtig, sobald das Tageslicht schwindet.

Sehen verändert sich schleichend. Alle Sehfunktionen die für die Teilnahme am Straßenverkehr wichtig sind, verändern sich ganz allmählich mit zunehmendem Alter. Diese schleichende Veränderung wird in aller Regel nicht wahrgenommen. Deshalb ist es ratsam auch bei scheinbarer Beschwerdefreiheit das Sehvermögen und  den Gesundheitszustand der Augen untersuchen  zu lassen. Bei einer solchen Untersuchung prüft der Augenarzt  zudem, ob erste Anzeichen für eine Augenerkrankung zu erkennen sind. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für die häufigsten Augenerkrankungen: das Glaukom  ( (Grüner Star), die Altersabhängige Maculadegeneration (AMD) und  die Katarakt ( Grauer Star ).

Folgende Untersuchungen sind dabei sinnvoll:

  • Prüfung der Sehschärfe
  • Prüfung der Augenstellung und Augenbeweglichkeit
  • Gesichtsfelduntersuchung
  • Prüfung des Dämmerungssehens und der Blendempfindlichkeit
  • Mikroskopische Untersuchung der Augen.

Die Untersuchungsergebnisse fließen in ein Beratungsgespräch ein, in dem der Augenarzt erläutert, welche Einschränkungen eventuell gegeben sind, ob und wie sich diese beheben oder korrigieren lassen. Diese Empfehlungen  erfolgen unter dem Schutz der ärztlichen Schweigepflicht!

Dieser Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer ist eine Selbstzahlerleistung, d.h. die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
Verantwortungsvolle Verkehrsteilnehmer verschaffen sich mit diesem Check Klarheit, ob ihre Augen fit fürs  Fahren sind.

Augenärztlicher Check verbessert die Sicherheit im Straßenverkehr.

Zusammenfassung

Viele Verkehrsteilnehmer überschätzen das eigene Sehvermögen .Den Sehtest für den Führerschein hat man vor Jahrzehnten ja  bestanden und man sieht doch alles noch gut genug – das glaubt man zumindest. Nicht selten ist das eine optimistische Selbsttäuschung. Bei freiwilligen Testaktionen an Autobahnraststätten war jeder dritte Autofahrer auffällig! Es ist insbesondere bei Fahrern ab dem 40. Lebensjahr ratsam ihr Sehvermögen  und die Gesundheit der Augen regelmäßig beim Augenarzt überprüfen zu lassen, da sich die Sehfunktionen, die für  die Teilnahme am Straßenverkehr wichtig sind sich oft schleichend und unbemerkt verändern. Nur ein Augenarzt  kann alle erforderlichen Untersuchungen durchführen und Ihnen sagen ob Ihre Augen fit fürs Fahren sind.


Expertentipp

Im Zweifel für die Zweitmeinung -Patientenrechte

Muss die OP wirklich sein? Der Besuch eines weiteren Arztes kann sich bei Unsicherheit lohnen.

Muss mein Auge schon am Grauen Star operiert werden?

Wie ein Arzt diese Frage beantwortet, ist von vielen Kriterien abhängig. In manchen deutschen Landkreisen und Augenzentren wird vielfach öfter zur Operation geraten. Ein guter Grund, bei einer OP-Empfehlung eine zweite Meinung einzuholen. Wir Augenärzte kennen das nur zu gut: „Oft kommen Patienten wegen einer Zweitmeinung und fühlen sich in ihrer Sehkraft im Alltag nicht störend eingeschränkt. Man hat ihnen andernorts dringend zur Augen-Operation wegen des Grauen Stars geraten. Nach einem Gespräch bei uns ganz in Ruhe und nach sorgfältiger Untersuchung kommen wir dann zu einer gemeinsamen Entscheidung. Und in den meisten Fällen kann mit dem Eingriff tatsächlich noch abgewartet werden.“

Häufiger Griff zum Skalpell

Der Anspruch auf eine Zweitmeinung ist in der Neuerung des Patientenstärkungsgesetzes verankert. Ein Recht auf Zweitmeinung, so heißt es dort, besteht für den Patienten bei „planbaren, mengenanfälligen Eingriffen“. Das bedeutet: Die Operation muss nicht heute oder morgen sein. Außerdem gibt es Hinweise, dass Ärzte in diesen Fällen zu oft zum Skalpell greifen. Ein Ziel des Paragraphen ist es deshalb auch, die Zahl der Eingriffe zu verringern und somit Geld zu sparen.

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Im Zwiespalt: Nicht selten fällt die Zweitmeinung anders aus als die erste.

Dass eine Zweitmeinung grundsätzlich sinnvoll sein kann, legen viele Untersuchungen nahe. Schließlich können auch viele Ärzte irren – und tun das offenbar gar nicht so selten. So zeigte eine amerikanische Untersuchung, dass viele bereits bei der Diagnose daneben liegen. Bei jedem fünften Patienten stellten Ärzte der Mayo Clinic in Minnesota eine völlig andere Krankheit fest als der vorherige Mediziner.

Doch was tun, wenn ich als Patient eine zweite Meinung haben möchte? Sie sollten Ihre Zweifel zunächst bei Ihrem Arzt ansprechen. Auch Krankenkassen können helfen: Etwa die Hälfte bietet bei bestimmten Beschwerden spezielle Programme an. Häufig muss der Betroffene selbst die Initiative ergreifen. Ein wichtiger Schritt ist es, sich vom Arzt Befunde aushändigen zu lassen. Darauf hat jeder Patient ein Recht. Wir raten zudem, den Wunsch auf eine zweite Meinung offen mitzuteilen. Ein guter Arzt sollte dies nicht als Angriff auf seine Autorität auffassen.

Gute Ärzte werten den Wunsch nach Zweitmeinung nicht als Angriff.

Stimmt die zweite Meinung mit der ersten überein, kann das Zweifel ausräumen. Doch wenn sich diese unterscheiden? Bei Operationen sollte dies nicht verunsichern. Schließlich sucht ein Patient den zweiten Arzt meist auf, weil er den Eingriff scheut. Rät dieser ab, wird sich der Betroffene bestätigt fühlen.

Aber widersprüchliche Empfehlungen können auch verunsichern.

Unser Rat: Besprechen Sie die abweichenden Ergebnisse mit dem Arzt, zu dem Sie mehr Vertrauen haben. Ihr Verhältnis zu Ihrem Arzt kann sich dadurch nur verbessern. Und insbesondere bei der Frage nach der Notwendigkeit einer Operation am Grauen Star kann in den meisten Fällen tatsächlich noch abgewartet werden.